Starker Teamgeist trotzt Wind und Wetter in Cottbus

Erstellt am 18. Juni 2026

Beim Boomtown-Ostsee-Triathlon in Cottbus präsentierte sich die Startgemeinschaft des TiB Berlin 1848 und des TVB09 trotz schwieriger Bedingungen in starker Verfassung. Frische Temperaturen, kräftige Böen mit bis zu 55 km/h und zwischenzeitlicher Regen machten den Athletinnen und Athleten das Leben schwer. Besonders auf der Radstrecke kam es immer wieder zu brenzligen Situationen, in denen höchste Konzentration gefragt war.

Die Frauenmannschaft überzeugte mit einer geschlossenen Teamleistung und erreichte in der Regionalliga Ost einen starken 7. Platz. Die vier Athletinnen lagen nach dem Schwimmen noch eng beieinander und hielten auch in den folgenden Disziplinen den Anschluss an die Konkurrenz.

  • 18. Platz Greta Kaltenborn: Schwimmen 13:13 min, Rad 38:24 min, Laufen 24:39 min, Gesamt 1:16:17 h
  • 22. Platz Zora Kaßbohm: Schwimmen 13:31 min, Rad 41:21 min, Laufen 23:01 min, Gesamt 1:17:54 h
  • 23. Platz Lea Grimm: Schwimmen 12:40 min, Rad 41:50 min, Laufen 24:01 min, Gesamt 1:18:33 h
  • 26. Platz Stefanie Urban: Schwimmen 11:49 min, Rad 40:09 min, Laufen 28:19 min, Gesamt 1:20:18 h

Stefanie Urban stellte dabei den schnellsten Schwimmsplit des Teams auf, Greta Kaltenborn war auf dem Rad am stärksten unterwegs und Zora Kaßbohm lief die schnellste Laufzeit der Mannschaft.

Bei den Männern zeigte David Suchodoll einmal mehr seine Stärke auf dem Rad. Mit einer Zeit von 1:05:56 Stunden fuhr er die siebtschnellste Radzeit im gesamten Feld und machte zahlreiche Plätze gut.

  • 24. Platz David Suchodoll: Schwimmen 25:13 min, Rad 1:05:56 h, Laufen 47:26 min, Gesamt 2:18:36 h
  • 48. Platz Jan Lurweg: Schwimmen 24:11 min, Rad 1:19:13 h, Laufen 50:24 min, Gesamt 2:33:50 h
  • 49. Platz Matthias Kollar: Schwimmen 27:52 min, Rad 1:23:07 h, Laufen 48:13 min, Gesamt 2:39:13 h

Jan Lurweg war dabei der schnellste Schwimmer des Teams. Für Matthias Kollar war der Wettkampf ein besonderes Erlebnis: Nachdem er beim Berlin-Triathlon bereits erste Erfahrungen gesammelt hatte, absolvierte er in Cottbus seinen ersten durchweg gelungenen Triathlon ohne technische Probleme – und das direkt auf dem anspruchsvollen Niveau der Regionalliga. Eine starke Leistung, auf der sich aufbauen lässt.

Für die Masters begann der Wettkampftag bereits auf der Anreise mit viel Vorfreude, obwohl ein Start von Juan Chacón aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen bis zuletzt fraglich war. Der größte Schockmoment folgte dann kurz nach dem Start: Juan stürzte bereits in der ersten Kurve der Radstrecke und zog sich Schürfwunden sowie Prellungen an Schulter und Bein zu. Angesichts seiner angeschlagenen Verfassung war sein Endergebnis besonders bemerkenswert.

An der Spitze der Masters glänzte Dominik Rueß mit der schnellsten Netto-Rennzeit des gesamten Feldes und dem zweiten Platz. Hervorzuheben ist auch die Leistung von Johannes Brünink, der mit einem starken Rennen den 6. Gesamtrang erreichte. Gemeinsam mit Johann Burmeister und Juan Chacón zeigte das Masters-Team eine geschlossene Mannschaftsleistung.

  • 2. Platz Dominik Rueß (M40): Schwimmen 22:04 min, Rad 1:05:58 h, Laufen 38:02 min, Netto 2:06:05 h
  • 6. Platz Johannes Brünink (M55): Schwimmen 27:30 min, Rad 1:10:57 h, Laufen 44:08 min, Netto 2:22:35 h
  • 26. Platz Johann Burmeister (M45): Schwimmen 26:34 min, Rad 1:15:48 h, Laufen 42:45 min, Netto 2:25:08 h
  • 31. Platz Juan Chacón (M45): Schwimmen 26:20 min, Rad 1:13:59 h, Laufen 46:41 min, Netto 2:27:02 h

Gerade die Leistungen von Johannes Brünink, Johann Burmeister und Juan Chacón zeigen die große Leistungsdichte innerhalb des Teams. Trotz unterschiedlicher Rennverläufe lagen ihre Nettozeiten nur wenige Minuten auseinander. Besonders bemerkenswert: Juan kämpfte sich trotz gesundheitlicher Einschränkungen und seines frühen Radsturzes noch zu einem starken Ergebnis. Belohnt wurde die geschlossene Mannschaftsleistung mit Platz 3 in der Masters-Teamwertung.

Besonders in Erinnerung bleiben werden neben den sportlichen Leistungen der starke Zusammenhalt auf der Strecke, das gegenseitige Anfeuern unter den Teamkollegen und die Unterstützung zahlreicher Vereinsmitglieder am Streckenrand. Gerade an einem kalten, windigen und kräftezehrenden Tag waren diese Momente oft ein entscheidender zusätzlicher Motivationsschub. Die gemeinsame Startgemeinschaft von TiB Berlin 1848 und TVB09 zeigte einmal mehr, wie viel Teamgeist, Zusammenhalt und Begeisterung für den Triathlonsport in ihr steckt.

Text: Johann Burmeister

Fotos: Klemens Körner und @ickspunkt.pixel - Lutz Eisold