Berlin-Marathon & GENERALI 5K

Erstellt am 26. Oktober 2026

Am letzten Septemberwochenende gehörten Berlins Straßen wieder den Läuferinnen und Läufern. Noch bevor am Sonntag Tausende beim Marathon durch die Hauptstadt ziehen sollten, fiel am Samstag beim GENERALI 5K der erste Startschuss des Wochenendes.

Blauer Himmel und milde Temperaturen boten ideale Laufbedingungen für Matze und Alex. Während für Alex vor allem ein zügiger Lauf ohne konkrete Zielzeit anstand, ging Matze mit einem klaren Ziel an die Startlinie: Beim letzten Wettkampf seiner Saison sollte endlich die 20-Minuten-Marke fallen.

Nach dem Startschuss sortierte sich Matze schnell vorne im Feld ein und für beide TiB-Athlet:innen begann auf der abgesperrten Marathonstrecke die Jagd in Richtung Brandenburger Tor. Für Matze galt es, von Beginn an das richtige Tempo zu finden und nicht zu schnell anzulaufen. Leider konnte er sich auf den ersten 500 Metern nicht auf seine Uhr verlassen, die eine falsche Pace anzeigte. Erst nach 1,5 Kilometern brachte der Blick auf die richtige Pace Gewissheit: Er lag auf Rekordkurs.

Alex wollte dagegen ihr Rennen bewusst nach Gefühl gestalten. Dabei lief sie zu schnell an und konnte ihr anfängliches Tempo nach der Hälfte des Rennens nicht mehr halten. Auch für Matze wurde es in der zweiten Hälfte des Rennens zunehmend härter.

Auf den letzten 1500 Metern führte die Strecke auf Unter den Linden und schließlich durch das Brandenburger Tor. Von dort waren es nur noch wenige Meter bis ins Ziel. Matze übertraf mit einer Zielzeit von 19:14 Minuten all seine Erwartungen. Alex überquerte wenige Minuten später die Ziellinie und zeigte sich trotz ihres Rennverlaufs zufrieden mit ihrer Zeit.

Am nächsten Morgen wechselten die Rollen. Während Alex und Matze diesmal mit weiteren TiBler:innen am Streckenrand standen und für Unterstützung sorgten, wartete auf Annalena und Johann die deutlich längere Distanz: 42,195 Kilometer. Auch Karlos stand an der Startlinie, dieses Mal nicht als individueller Läufer, sondern als Guide für Asha. Für die 70-Jährige, die seit ihrer Kindheit eine Beinprothese trägt, sollte mit dem Start beim Berlin-Marathon ein besonderer Wunsch in Erfüllung gehen.

Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Für Johann fiel bereits kurz vor 9 Uhr der Startschuss. Der TiBler hatte den Berlin-Marathon nach der Absage bei der Startplatzverlosung eigentlich schon abgeschrieben, konnte sich über Bekannte aber doch noch einen Startplatz sichern. Entsprechend ehrgeizig ging er ins Rennen: Sein Ziel war es, eine Pace von 4:30 Minuten pro Kilometer durchzulaufen und damit nach etwa 3:10 Stunden ins Ziel zu kommen.

Kurz darauf gingen auch Karlos und Asha auf die Strecke. Aufgrund der strengen Cut-off-Zeit war ihr Ziel ein anderes: möglichst weit zu kommen, bevor sie vom Besenwagen eingeholt werden.

Annalena startete etwas später um halb zehn. Für sie war es der erste Marathon. Nach einer reibungslosen Vorbereitung hieß es nun vor allem, das abzurufen, was sie sich im Training erarbeitet hatte. Die gute Stimmung an der Strecke ließ die ersten 15 Kilometer beinahe verfliegen. Danach wurden die Beine zunehmend schwerer, langsamer wurde sie deshalb aber nicht.

Während Annalena weiter ihr Tempo hielt, machte sich das warme Wetter bei Asha zunehmend bemerkbar. Ab Kilometer zehn musste sie immer häufiger die Prothesenstrümpfe und Pflaster wechseln. Dennoch lief sie mit Karlos‘ Unterstützung weiter.

Einige Kilometer weiter vorne lief auch bei Johann alles nach Plan. Er konnte sein Tempo halten und blieb damit auf Kurs für seine angestrebte Zielzeit. Auf der Strecke freuten sich die TiB-Athlet:innen immer wieder über die Unterstützung von Freunden und Familie.

Für Karlos und Asha endete das Rennen schließlich nach der Halbmarathondistanz. Beide waren mit ihrem Rennen mehr als zufrieden. Für Johann und Annalena standen nun die letzten Kilometer ihres Marathons an.

Nach 3:09:04 Stunden überquerte Johann die Ziellinie. Seine Rennstrategie war aufgegangen und die Freude entsprechend groß. Und Lust auf mehr hat er dabei definitiv bekommen.

Auch Annalena wusste ab Kilometer 35, dass sie ihr Ziel, unter vier Stunden zu bleiben, erreichen würde. Mit einem Zielsprint drückte sie ihre Zeit schließlich sogar unter 3:55 Stunden. Nach diesem Erfolg konnte sie dann auch bestätigen, dass „Marathons hart sind“.

Text: Alexandra Augustin