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Was ist Ninjutsu/Ninpo?

Ninjutsu lässt sich am besten als die Gesamtheit der von Ninja angewandten Fertigkeiten beschreiben, während Ninpo – oft als „die höhere Form des Ninjutsu“ bezeichnet – eine Lebensphilosophie darstellt, die auf den Prinzipien von „Nin“ beruht.

„Nin“ lässt sich mit Geduld übersetzen, kann aber auch Beharrlichkeit oder Heimlichkeit bedeuten. Das japanische Schriftzeichen für „Nin“ setzt sich aus zwei Teilen (Radikalen) zusammen. Das obere Radikal heißt „Yaiba“ und bezeichnet die Schneide einer Klinge. Das untere Radikal kann entweder als „Kokoro“ oder als „Shin“ gelesen werden; beide Begriffe bedeuten „Herz“.

Anstelle von „Do“ (wie etwa in Judo, Kendo, Aikido usw.) wird das Schriftzeichen „Po“ verwendet, das auf das Naturgesetz verweist. Die Bezeichnung unserer Kunst als Ninpo statt als Ninjutsu betont ein Training, bei dem es ebenso sehr um die innere Charakterbildung des Einzelnen geht wie um die technischen Fertigkeiten des Kampftrainings. Es reicht nicht aus, lediglich Techniken zu beherrschen; entscheidend ist die innere Haltung – der Zustand von Herz und Geist. Aus diesem Grund legt Ninpo neben dem körperlichen Training großen Wert auf philosophische und spirituelle Schulung. Diese Veredelung des Geistes wird im Japanischen als „Seishinteiki Kyoyo“ bezeichnet.

Im Ninpo geht es um die Verteidigung des gesamten Selbst; dabei wird anerkannt, dass die Abwehr einer lebensbedrohlichen Gefahr ebenso sehr durch den Geist, wie durch körperliche Techniken erfolgt.

Was ist Genbukan Ninpo Bugei?

Die Kunst der Ninja – jener legendären Schattenkrieger Japans – steht im Mittelpunkt der Organisation „Genbukan Ninpo Bugei“, die von Großmeister Shoto Tanemura aus Matsubushi (Japan) geleitet wird. Um die Integrität der alten Ninja-Tradition zu wahren, gründete Großmeister Tanemura im November 1984 das Genbukan. Die Organisation widmet sich der authentischen Darstellung und Vermittlung der Ninja-Künste nach traditioneller japanischer Art.

„Genbukan“ bezeichnet einen Ort, an dem Experten der Kampfkunst heranreifen und von dem eine herausragende Kampfkunst ausgeht. „Gen“ steht zudem für die Farbe Schwarz und verweist auf einen Übungsort für Techniken, die geheimnisvoll, außergewöhnlich und wunderbar sind. Die tiefere Bedeutung liegt darin, dass derjenige, der das Ninpo Bugei meistert, Licht in die (äußere) Welt der Dunkelheit bringt.

Ninpo Bugei ist nicht auf einen bestimmten Stil oder eine einzelne Schule (Ryu-Ha) beschränkt; vielmehr werden die Elemente, aus denen sich diese Kunst zusammensetzt, stetig weiterentwickelt. Dieser ursprünglichen japanischen Kunst der Beharrlichkeit (Shinobi) sind keine Grenzen gesetzt.

Wie ist das Training aufgebaut?

Unser Training ist generell traditionell aufgebaut, wobei wir gerne auch moderne Anwendungsformen von traditionellen Techniken üben und erforschen. In der Regel machen wir Partnerübungen in einem familiären, respektvollen und geschützten Raum, ohne jeglichen Wettkampf.

Dies sind die Grundpfeiler jeder Einheit:

- Fallschule (Taihen justu)

- Ausweichen (Sabakis)

- Schlag- und Tritttechniken (Kihon)

- Etikette (Umgangs- und Höflichkeitsformen)

- Japanische Kultur

Darauf aufbauend kommt Techniktraining (z.B. als Kata oder in der Freiform) und Vertiefung.

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