Ein italienischer Sommer

News_Schwimmen ItalienWer an Italien denkt, denkt zumeist an Gelatto, Pizza, Sommer, Sonne und natürlich an das Azureblau des Meeres an den traumhaften Küsten dieses bei deutschen Touristen so beliebten Reiselandes. Gerade dieses Meer lockte mich diesen Sommer nach Alghero auf Sardinien, Venedig, Ancona und Mailand zum ersten Gran Fondo Italia (dem Großen Preis von Italien). Diese Freiwasserrennserie hatte alles, was Langstreckenschwimmen ausmacht- hohe Wellen, Strömungen, Feuerquallen, Kälte, Hitze, Sonnenbrand und jede Menge ähnlich verrückte. Das erste Rennen Anfang Juni über 17 km vor der Küste Sardiniens war mit alten Festungstürmen und unvergleichlichen Felsformationen gewann ich mit knapp 3h 40min. Das zweite Rennen in Venedig fand ca. 4 Wochen später statt. Die 15 km lange Strecke an Venedigs unendlichem Strand war eher langweilig und schlecht organisiert. Aufgrund eines Navigationsfehlers schwamm ich ca. 3 km mehr und wurde nach 3h 20min folglich „nur“ 3. Das wohl schönste Rennen fand Anfang August in Ancona statt und führte 15 km an einer der schönsten Steilküsten der Welt statt. Leider finden es dort auch die Feuerquallen recht gemütlich, was dazu führte, dass man alle paar Minuten eine dieser Quallen berührte (zumeist mit dem Gesicht). Auch dieses Rennen gewann ich in rund 3h 15min. Abschluss der Serie war ein Rennen in Mailand mit über 100-jähriger Geschichte. 21 km, flussabwärts bis ins Zentrum von Mailand hinein, verlief dieser einzigartige Kurs. Teilweise säumten hunderte Menschen beide Uferseiten und feuerten die knapp 50 Schwimmer an. Ein unbeschreibliches Gefühl, wie ich es nur von den großen Weltcups in Kanada oder Südamerika kenne. Nach ca. 3h gewann ich auch dieses Rennen und damit auch sehr souverän die Gesamtwertung des ersten Gran Fondo Italia.


B. Konschak