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Sehr oft beginnt man mit Aikido, um eine sinnvolle Sportart zu betreiben und damit gleichzeitig eine wirksame Selbstverteidigung zu erlernen und zu beherrschen.


Aus klassischen, waffenlosen Nahkampftechniken und Bewegungen des Schwertkampfs des feudalen Japan, ist seit Beginn des letzten Jahrhunderts eine moderne, von humanistischer und friedliebender Weltanschauung geprägte Kampfkunst entstanden.Sie ist im Besonderen darauf bedacht, die eigene Unversehrtheit bewahren zu können ohne jedoch den Angreifer verletzen zu müssen.

 

In diesem Sinn unterscheidet sich Aikido von vielen anderen, bekannten Selbstverteidigungskonzepten.

 

Aikido wird, wie auch im TiB Sportverzeichnis, häufig als Kampfsport bezeichnet. Allerdings ist Aikido genau genommen und im tatsächlichen Sinn des Wortes kein Kampfsport: Vergleichender Wettbewerb, Wettkampf und sportliche Meisterschaften finden nicht statt.

 

Auch wenn man von Angreifer und Angegriffenem spricht: im Aikido gibt es keinen Gewinner und keinen Verlierer. Die Übungspartner nehmen abwechselnd die Rollen von Angreifer und Verteidiger ein. Der Angreifende ermöglicht mit seinem Angriff dem Technik-Ausführenden, eine Technik zu erlernen und dadurch vor allem zu verstehen. Nage („der Werfende“) hilft Uke („dem Empfangenden“) seine Bewegung im Verlauf des folgenden Bewegungsablaufs immer weiter zu verbessern. Damit werden gleichzeitig  zwei Geschicklichkeiten gefördert: auf der einen Seite eine Bewegung auszuführen, die keinen Widerstand hervorruft, auf der anderen Seite eine der Situation angemessene, harmonische eigene Bewegung auszuführen.

 

Das Üben von Aikido fördert körperliche Fähigkeiten, indem es auf ein Höchstmaß an Flexibilität bei angemessener Körperspannung ausgerichtet ist. Gute Koordination der eigenen Bewegung, ruhige und klare Wahrnehmung einer Situation werden gleichzeitig geschult. Daher haben Einzelübungen zu richtigen, d.h. sinnvollen Haltungen und Bewegungen, Atemübungen und Meditation ebenfalls ihren festen Platz als Bestandteil der Aikido Praxis.

 

Da körperliche Kraft und Gewichtsklassen beim Aikido keine Rolle spielen, ist Aikido naturgemäß auch bestens geeignet für Frauen. Jedermann (und jederfrau) kann ohne weitere Vorkenntnisse und ohne besondere körperlich-sportliche Voraussetzungen mit dem Erlernen und Üben beginnen: es werden weder größerer Kraftaufwand noch größere Fitness benötigt, als für die meisten Tätigkeiten aus alltäglichen Lebensbereichen.

 

Bevor wir bei unserem Aikido schließlich zu mitunter recht dynamischen Bewegungsabläufen übergehen, widmen wir uns zunächst einem langsameren Ablauf, um das Verständnis und die Umsetzung in eine schnellere Bewegung zu ermöglichen und zu erleichtern.

 

Aikido ist immer ein Miteinander-Üben, nie ein Gegeneinander.